Rundbrief Familie Pietsch Febr. 2020

Liebe Geschwister und Unterstützer,
… es wird mal wieder Zeit Euch zu informieren, wie es hier so im Groben weiter geht.
Unsere älteren Mädchen sind nun Teenager und machen schon viele Sachen für sich. Wir sind froh dass sie in einen christlichen Jugendkreis gehen. Katharina beendet dieses Jahr die achte Klasse und hat ein Examen. Danach muss sie sich auf dem Gymnasium für eine Richtung entscheiden. Eliza ist unser Nesthäkchen und die einzige, die noch ständig draußen mit den Nachbarskindern auf der Straße und jetzt im Schnee spielt.
Alina ist ständig am pauken für das Endexamen ihrer dreijährigen, sehr anspruchsvollen Seelsorge
Ausbildung beim süddeutschen „Institut für christliche Lebens- und Eheberatung“. Obwohl sie erst
im Juni wirklich fertig wird, bekommt sie jetzt schon Anfragen, selbst mit einem Lehrdienst hier in
Rumänien zu beginnen. (Mir wurde diese Ausbildung zu viel. Ich habe den ersten Teil mit ihr
abgeschlossen und alle Theorie aber ich bin im Winter ausgestiegen. Der Druck der da aufgebaut
wurde, wurde mir einfach zu groß und ich kann mich mit der Methode auch nicht wirklich so richtig identifizieren und habe nicht genügend Fälle zur praktischen Anwendung. Männer sind hier für so etwas immer noch sehr wenig zugänglich.)
Alina hilft jetzt einer 86 Jahre alten Dame aus der Nachbarschaft. Sie schaut täglich nach dem
Rechten und hilft in vielen praktischen Dingen. Weiterhin hilft sie verschiedenen Menschen in der
Stadt mit Ernährungsberatung, wobei sie oft ein Zeugnis sein kann. Oft sind diese Beratungen auch mit Seelsorge verbunden. Bei Elternabenden unserer Töchter versucht sie die anderen Eltern zu ermutigen und in Erziehungsproblemen zu unterstützen.
Vor Weihnachten haben wir mit dem Geld einer Gemeinde im Vogtland, in der mein Freund Frank Stepper Mitglied ist, 30 große Essenstüten gemacht und sind mit Marius, der selber ein Roma ist, und Mitglied im Männerkreis ist, auf die lokale Müllhalde gegangen, um den dort arbeitenden
Müllsammlern auch ein schöneres Weihnachtsfest zu bereiten. Der Gestank war fast unerträglich.
Später konnte ich dem Wachmann der dabei stand noch zufällig auf einer Zugfahrt vom Glauben an Jesus erzählen.
Unsere Hausgemeinde besteht momentan ungefähr zur Hälfte aus deutsch sprechenden oder zweisprachigen Mitgliedern oder Kurzbesuchern. Die andere Hälfte spricht Rumänisch. Auch Simona, eine Roma aus meiner Zeit als Pastor in Boiu, die in Deutschland arbeitet ist dann per Kamera auf Whatsapp dabei. Calin, Marius sind aus dem Männerkreis und sonst kommen Tina mit Freund Jens und weiterhin. Offenheit, Vielfalt, Authentizität und Gemeinschaftssinn sind Merkmale der Gruppe. Ach ja und da ist ja auch Rilona unsere Soz.päd. Praktikantin, die für 5 Monate in unserem Sommerhäuschen im Garten wohnt um uns mit der Jugendarbeit und mit Theater AGs an der deutschen Schule zu helfen und bei „Veritas“ einer christlich – sozialen Einrichtung in der Stadt zu arbeiten. Ich darf ihr Anleiter sein. Sie ist natürlich auch in unserer Hausgemeinde dabei. Interessant ist für mich dabei, dass sie selbst in der Hausgemeinde meines Mentors Richard Schutty aufgewachsen ist. Sie spielt gerne Gitarre und fährt gerne und gut Ski, was sie uns am vergangenen Wochenende bewiesen hat. Wir hoffen, dass sie dem Jugendkreis unserer Töchter neuen Schwung und Vision vermittelt. Außerdem hoffe ich persönlich, dass sie uns als Männergruppe inspiriert, eine Art christliche Pfadfinderarbeit zu beginnen.
In unserem überkonfessionellen Männerkreis kommt es nach einer ersten „in love“Phase zu ersten
Konflikten und die Spreu wird vom Weizen getrennt. Ich hoffe dass Gott diese Gruppe verwenden
wird um eine neue geistliche Bewegung in unserer Stadt zu beginnen, und den Gedanken, dass wir Christen doch zusammengehören in diese Stadt trägt und es zu mehr echtem Zusammenleben unter den Geschwistern kommt.
Im April will Richard Schutty mit einigen Gemeindemitgliedern aus Oberhausen hier her anreisen
und ein Seminar über die allgemeine Gemeinde halten und wir wollen für die Stadt beten und
evangelisieren. Dafür müssen Rilona, und ich einiges vorbereitet. So werden wir, z.B. einen Saal
mieten und Einladungsfleyer drucken etc. Calin soll etwas über die Geschichte unserer Stadt und
die hiesige geistliche Situation referieren, damit richtig gebetet werden kann.
Ich bin weiterhin missionarisch in Portugal und Spanien auf Kurzeinsätzen tätig. Dabei helfe ich
meinem Glaubensbruder Volker Schoch bei der Errichtung eines großen Privathauses als Ort für
eine christliche Kommunität mit einer Art „Shelter“ Arbeit. Dort sollen Hilfsbedürftige aller
Art und Leute die mal eine Auszeit brauchen aufgenommen werden. Ich helfe ihm hierbei mit
der Begleitung in Baufragen. Wir arbeiten mit einer kleinen Ortsgemeinde von hauptsächlich
Exusern auf der Isla Cristina in Spanien, da ich ja Spanisch spreche , wobei wir die Geschwister im Wort und Tat ermutigen. So helfen wir ihnen z.B. in gesundheitlichen Problemen. Alina erstellt Ernährungspläne und ich sorge z.B. für Informationen für die Überwindung der Fibromyalgie, eine fiese Krankheit, die zwei Frauen in dieser Gemeinde befallen hat.
Weiterhin bauen wir zahlreiche Kontakte zu Ungläubigen aus und hoffen dass sich einige bekehren und später, wenn Volker dort ganz lebt, zur Hausgemeinde kommen oder sich in andere Gemeinden integrieren lassen. Auch Richard Schutty ist diese Arbeit involviert. Ich danke Euch sehr für Euer Interesse, Geben und Beten. Gottes reichen Segen und bis zum nächsten Rundbrief.
Eurer Hans mit Familie
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