Amal-Hoffnung, Manuela Jakob

Liebe Freunde,

Obwohl mir der Herr schon 2012 die Region um Beit Jala, Bethlehem und Beit Sahur aufs Herz gelegt hat, habe ich mich aber erst letztes Jahr in Bewegung gesetzt,  um die Grenzen zu  überschreiten.  Es gibt im Heiligen Land nicht nur Israel, sondern auch noch andere Gebiete, in denen Menschen leben, die Gott liebt. Es sind arabische Christen die als Minderheit dort ein schweres Leben haben. Ich habe in diesem Jahr einige Kontakte aufbauen und Freundschaften schließen können, die ich nun seit März 2016 durch kleinere Aktionen unterstütze.

Die Lage der Christen dort ist schlecht, sie werden zwischen  den Fronten der israelischen und der palästinensischen Seite aufgerieben. Viele wollen das Land verlassen. Ich kritisiere sie dafür nicht, denn ich verstehe ihre Not. Die meisten sind im Überlebenskampf, ohne Hoffnung, ohne Zukunftsperspektive, denn es gibt nur wenig Arbeit, der Tourismus ist eingebrochen und moslemische Fundamentalisten sind sehr  aktiv. Doch die Frage bleibt, wie in dieser dunklen Gegend  das Licht des Evangeliums scheinen kann, wenn  die Christen weggehen? Die Gemeinde soll doch in der Finsternis leuchten! Wir im Westen haben oft keine Vorstellung, wie schwer das dort ist. Die Geschwister brauchen unsere Ermutigung. Sie müssen erfahren, dass man sich ganz praktisch um sie sorgt und für sie betet, damit sie den täglichen Kampf bestehen können. Diese Gläubigen repräsentieren Christus an seinem Geburtsort. Es muss dort eine Lebendige Gemeinde geben, wir dürfen nicht zulassen, dass sie verschwindet.

Projekte die durch Shepherd Society unterstützt werden, an denen ich mich beteilige:

Olivenholz- Schreiner, der Dank einer finanziellen Zuwendung eine Arbeitsmaschine zur Holzbearbeitung bekommen hat. Der Mann konnte sich das unmöglich leisten, jetzt sein Einkommen gesichert und seine Familie ist vor dem Abrutschen in Armut bewahrt.

Ein junger Mann hat 4 Ziegen erhalten.  Er hat dadurch  wieder Lebensmut und Hoffnung geschöpft. Der Nachwuchs kam, jetzt hat er sechs Ziegen und bald sind es acht. Er will er sich jetzt ein kleines Unternehmen aufbauen und Jogurt und Käse  verkaufen.

Wafa ist Sozialarbeiterin und leitet im Baby -Hospital die Frauenstation, wo die Mütter über Nacht bleiben können,  während ihre Kinder stationär im Krankenhaus behandelt werden.

Mit ihr haben wir das Babyhospital besucht, das einzige seiner Art, im gesamten Westjordanland.

Es kann jeder kommen, Babys werden auch ohne Kosten behandelt, wenn die finanziellen Mittel fehlen. Die Situation dort hat mich zutiefst berührt, es gibt nicht mal einen Operationssaal, viele Ärzte aus der ganzen Welt arbeiten dor.

Die Gastgeberfamilie

 Eine wunderschöne Zeit hatten wir auch bei Matheus, ein Freund der Familie, die wir besucht haben. Wir genossen seine Gastfreundschaft und fühlten uns wie zuhause. Beim nächsten Aufenthalt werden wir bei ihnen wohnen.

Die Familie hat ein schweres Schicksal hinter sich und steckt nach 18 Jahren noch mitten drin. Der jüngste Sohn ist schwer krank. Er bekam wie durch ein Wunder 1998 in Essen eine Niere und eine Leber transplantiert. Der Bundespräsident Johannes Rau hat das damals für ihn schnellstens ermöglicht, sonst wäre er gestorben. Es gibt sogar ein kleines Buch darüber. Der junge Mann muss heute noch viele Medikamente nehmen – die Beschaffung ist meist schwierig und teuer. Es liegt mir auf dem Herzen da etwas zu tun und eventuell, so der Herr will, bei der Beschaffung der Medikamente zu helfen, denn das Produkt kommt aus Deutschland.

Wort zur Motivation:

So gut es geht versuche ich mit meinen Mitteln bei der Unterstützung der  Projekte zu helfen. Damit es aber effektiver werden kann und nicht nur ein „Tropfen auf dem heißen Stein“ bleibt, sind noch viele Interessierte und  Motivierte notwendig, die mithelfen wollen.

Ich wünsche Euch allen Gottes Segen,

Manuela Jakob

Kontakt: Manuela Jakob

E-Mail:    manuela.zeis@gmx.de

 

 

 

 

Meine Freundesbriefe:

Freundesbrief 8.18

 

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